Information der APG und Kärnten Netz zur “380 kV Leitung”
Die Projektleitungen von APG und Kärnten Netz möchten sich zunächst für die vielen bisherigen
wertschätzenden Gespräche auf Augenhöhe bedanken. Es geht bei den Gesprächen
darum, Lösungen zu finden, deshalb möchten wir uns bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit bedanken.
Ebenso freuen wir uns, dass Sie beim gestrigen Informationsaustausch im
Infocenter so zahlreich der Einladung gefolgt sind!
Halbzeit: Intensive Arbeiten vor Ort
Die Feintrassenplanung hat die Halbzeit erreicht. Mit ganz
vielen Gemeinden haben wir die Trasse mit den gewünschten Änderungsanpassungen
gemeinsam fixiert. Es wurde schon von einigen Gemeinden angekündigt, den nun
endgültigen Trassenverlauf über Gemeinderatsbeschlüsse zu fixieren. Wir sind
natürlich gerne bereit, Sie bei der Information Ihrer Gemeindebürger:innen zu
unterstützen.
Nun startet die Intensiv-Phase mit zahlreichen
Untersuchungen vor Ort: Geologische und ökologische Kartierungen werden
durchgeführt, ebenso die detaillierte Erhebung von Quellen und Wegen. Wir
freuen uns auch in der zweiten Halbzeit auf den engen Informationsaustausch mit
Ihnen! Der Großteil der Trasse ist bereits festgelegt; es gibt nur ganz wenige
Bereiche, in denen es noch zwei Varianten gibt. Dazu erfolgen derzeit
Untersuchungen; auch hier werden die Entscheidungen bis zum Sommer 2026 fallen.
Die Festlegung der Maststandorte und Zufahrten erfolgt bis Ende Herbst 2026.
Verträglich für Mensch & Natur: Humanmedizin
wichtiger Fachbereich bei Planungen von Stromleitungen
Der Informationstermin im Infocenter stand ganz im Zeichen
des Menschen. Die Planung erfolgt interdisziplinär unter Einbindung von
Fachleuten aus den Bereichen EMF (elektromagnetische Felder), Schalltechnik,
Lufttechnik und Humanmedizin, um den bestmöglichen Schutz Ihrer
Gemeindebürger:innen sicherzustellen. Zur fundierten wissenschaftlichen
Einordnung werten wir laufend aktuelle nationale und internationale
Forschungsergebnisse systematisch aus, aber auch eigene Studien werden in
Auftrag gegeben. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass Entscheidungen stets
auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft basieren.
Neueste Gesamtbewertung der Studienlage zum Thema EMF und
Gesundheit
Den Teilnehmenden im Infocenter wurde gestern die neue
Gesamtbewertung der Studienlage der medizinischen Forschung zum Thema „EMF und
Gesundheit” von Univ.-Prof. Dr. Gerald Haidinger vom Zentrum für Public Health
an der MedUni Wien präsentiert. Der aktuelle Forschungsstand zeigt, dass trotz
jahrzehntelanger intensiver Untersuchungen keine gesundheitsschädlichen Effekte
durch niederfrequente elektromagnetische Felder sicher nachgewiesen worden
sind. Zudem bieten die geltenden Grenzwerte ein hohes Schutzniveau. Bei deren
Einhaltung kann eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit mit hoher
Sicherheit ausgeschlossen werden, da keine Hinweise auf relevante biologische
Effekte vorliegen.
Mensch vor Natur wird umgesetzt: über 60 % der Trasse im
Wald geplant
Neben gesundheitsrelevanten Fragestellungen umfassen die
Analysen auch die langfristige Sicherung der Luft-, Boden- und Wasserqualität
sowie die Auswirkungen auf Landschafts- und Erholungsräume. Auch die Bündelung
mit bestehender Infrastruktur wird betrachtet, um mögliche kumulative Effekte
realistisch einschätzen zu können. Die Trasse wird – soweit technisch und
topografisch möglich – in möglichst großem Abstand zu Siedlungen geplant.
Daraus ergibt sich, dass über 60 % der Trasse im Wald verläuft.
Es ist uns ein großes Anliegen, Sorgen und Ängste in der
Bevölkerung ernst zu nehmen und wissenschaftlich fundierte, verlässliche
Antworten zu geben. Wir hoffen, dass die bereitgestellten Unterlagen zur
Aufklärung beitragen. Auch planen wir Veranstaltungen im Infocenter, um
Interessierten den direkten Austausch mit unseren Expert:innen zu ermöglichen.
Anbei weisen wir Sie auf folgende neue Unterlagen im Infoportal hin und
bedanken uns bereits jetzt für die Verteilung in Ihren Gemeinden:
Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die Freileitung im
Netzraum Kärnten ist gesundheitlich unbedenklich und entspricht höchsten
Schutzstandards.